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Das unfertige Haus - ein Traum von A. Wilhelms

Gestern haben wir ein Treffen mit Leuten aus mehreren Hauskirchen aus dem nördlichen NRW / südlichen Niedersachen mit Richard Schutty gehabt. Gott hat mir in der Nacht davor einen kurzen Traum gegeben, den ich mitgeteilt habe. Richard bat mich den Traum hier zu veröffentlichen. Ich teile nun den Traum mit allen Einzelheiten mit:

Ich sah mich plötzlich in einem Rohbau stehen. Das Fundament war fertig ausgehärtet, Wände gemauert und die Decken eingezogen. Es gab noch keine Fenster und Türen, keine Installation und auch kein Strom. Also wirklich Rohbau. Ich konnte durch ein paar Räume gehen.

In der nächsten Sequenz sah ich das Haus von außen. Es war ein Einfamilienhaus mit einem Spitzdach, das noch nicht fertig gedeckt war. D.h. die Dachkonstruktion war komplett fertig. Aber nur eine Dachhälfte war mit Dachziegeln belegt, während die andere Haushälfte noch völlig offen war. Das wiederum bedeutet, das der Rohbau relativ ungeschützt im Regen steht. Während einer Bauphase passiert das natürlich, aber Hausbesitzer wissen, das diese Phase nicht so lange andauern sollte. Jeder hat vielleicht schon einmal die Erfahrung mit einem undichten Dach gemacht.

Auslegung:

Dies ist ein Bild für die Hausgemeindebewegung in Deutschland Heute. Das Fundament für Hausgemeinde ist in der Lehre und auch Praxis bereits gelegt. Es gibt auch eine gewisse Ausgestaltung dessen, was wir als Hausgemeinde verstehen (Wände und Decken sind gezogen). Aber immer noch ist vieles unklar und in Bewegung (Fehlender Ausbau und fehlende Inneneinrichtung). Es gibt auch unterschiedliche Ausprägungen bei Hausgemeinden. Das Fenster und Türen fehlen sowie ein fertiges Dach ist bei einem Rohbau für eine gewisse Zeit normal, aber bedeutet für eine Gemeinde, das alles noch recht ungeschützt ist. Außer Regen und Wind können auch ungebetene Besucher eintreten.

Wir haben uns Gestern nur mit dem halbfertigen Dach beschäftigt, weil dies uns als das nächste wichtigste Element erschien, das dem Haus noch fehlt. Ein Dach über dem Kopf bedeutet einen gewissen Schutz für das gesamte Haus. Deshalb ist ein fertiges Dach enorm wichtig. Nun ist zwar die Dachkonstruktion fertig, aber bei weitem noch nicht alle Dachziegel gelegt. Ein Dachziegel wird auf eine Dachlatte eingehängt und ein Stück über den vorherigen Dachziegel gelegt. Dazwischen wird Dichtungsmaterial gelegt. Ein Dachziegel wird hart gebrannt und an der Oberfläche behandelt, das er das Wasser abhält.

Für uns waren die Dachziegel in Gott gereifte Persönlichkeiten die schon durch das Feuer fertig gebrannt sind und sich von Gott auf eine solche Dachkonstruktion legen lassen. Das legen bedeutet aber in dem Sinne auch, das sie bereit sind mit anderen in Gott gereiften Persönlichkeiten dieses Dach zu bilden und mit Ihnen in Beziehung zu stehen. Ein Dach für ein Einfamilienhaus hat hunderte von Dachziegeln. Wir reden also nicht über ein Gebilde, das eine Organisation oder Denomination darstellen soll.Das ist nach meinem Eindruck nicht das Ziel, auch wenn es sich so darstellen könnte. Sondern es geht vielmehr über eine Gebilde, das durch relative starke Beziehungen entsteht. Es scheint schon solche Beziehungen zu geben, aber eben bei weitem noch nicht genug um das ganze Dach abzudecken. Vielleicht gibt es auch noch nicht genug Persönlichkeiten, die Gott entsprechend einsetzen kann. Mit Sicherheit fehlen aber auch die Beziehungen.

Meine persönlich Erfahrung ist, das es im Hauskirchenbereich durchaus noch einen großen Mangel an Beziehungen gibt. Zunächst gibt es Personen und Gemeinschaften, die "unentdeckt" und zurückgezogen sind. Dann gibt es mit Sicherheit auch die Situation das man mit der ein oder anderen Person und Gemeinschaft nicht zurecht kommt. Und es gibt gestörte Beziehungen, die nicht geklärt sind. Hier gibt es noch durchaus viel Arbeit, die aber enorm wichtig ist und aufgegriffen werden muss.

Die Frage ist aber, wer bereit ist das zu machen und sich über Facebook hinaus mit Personen zu treffen und mit ihnen eine Beziehung einzugehen?

Wo sind die Dachziegel, die benötigt werden um diese "Schutzdach" zu sein und es fertig zu bauen?

Wo sind die Beziehungen die so stark sind, das sie einen Sturm aushalten um das Haus zu schützen, und wie können wir sie so fest machen trotz Terminkalender und räumlicher Entfernung?

Könnte es sein, das die Fertigstellung dieses Daches vielleicht der nächste Schritt ist für die Hauskirchenbewegung?

Fest steht das Gott am bauen ist und Teile seines Planes bereits umgesetzt hat. Wir kennen noch nicht alles, das Haus ist noch nicht fertig. Es ist ein gewisser Weg dahin. Gott will aber weiter bauen und sein Werk vollenden und wir als Bauleute dürfen mit dabei sein.

Andreas Wilhelms

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Vision vom Winterwald

Ein Wald im Januar, ohne Schnee, dort ein Waldweg mit frischen tiefen Radspuren. Am Rand stehen auf einer Seite mehrere Stehrmeter frisch gehauenes Holz, das in ein Meter langen Scheiten als Brennholz aufgestapelt ist. Große, entastete und entlaubte Baumstämme werden mit einem Traktor aus dem Waldgelände auf den Weg gezogen. Sie werden auf einen Transporter geladen und zu einem Sägewerk transportiert.
Mein Blick fällt auf den übrig gebliebenen Wald auf der einen Seite des Weges. Dort stehen vereinzelt große und hohe Tannen, die keine rote Markierung haben und deshalb nicht gefällt werden. Ganz oben in der Baumkrone der Tannen entdecke ich viele Tannenzapfen. Beim Blick nach unten sehe ich viele kleine Tannen, die von den Jahren vorher aus den Samen der Zapfen gewachsen waren, andere Büsche und kleine Laubbäume.

Ohne lange zu überlegen habe ich die Bedeutung und Auslegung, dieses Szenarios in meinen Gedanken:
In den letzten Jahrzehnten sind im Land viele geistliche Leiter herangewachsen. Die Zeit ist gekommen, wo sie von Gott ausgelichtet werden. Dabei werden etliche markiert und gefällt, und einer anderen sinnvollen Verwendung zugeführt. Einige wenige starke und bewährte Leute bleiben stehen, wo sie sind. Sie werden in den kommenden Jahrzehnten weiterhin aktiv in geistlicher Verantwortung bleiben. Als geistliche Eltern haben sie sich bewährt und den Fortbestand von Jüngern gesichert. Ihre Aufgabe ist es, sich weiterhin zu reproduzieren und hinfort als geistliche Väter und Mütter einer neuen Generation Gemeinde in Deutschland zu dienen.

Ric, 28.1.2012

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Frühlingsvision

Ein frischer Ackerboden – außer Erde und trockene Pflanzen ist nichts zu sehen. Plötzlich, schießen überall aus dem braunen Boden kleine grüne Baumsprösslinge hervor. Alle haben zwei Blätter und wachsen sehr schnell. Sie werden größer und größer und bilden immer neue Blätter, die Stengel werden stärker.

Tiere kommen und wollen die kleinen Pflanzen abfressen, da nahen sich Gärtner und bauen einen Zaun um die vielen jungen Sprösslinge, um diese zu schützen.

Die Auslegung sehe ich so: Im Land, in der Region werden überall kleine Zweier-/ Dreiergruppen entstehen. Sie treffen sich, um gemeinsam zu beten, Gemeinschaft zu haben, nach dem biblischen Grundsatz:

„Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen, irgend eine Sache zu erbitten, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte“(Mt.18, 19-20).
Diese kleinen Gruppen wachsen sichtbar, aus zwei werden drei und mehr, sie bilden kleine Kerngemeinden. Der Feind will das verhindern und die kleinen frischen Triebe vernichten, aber Gott hat spezielle Arbeiter, die von außen kommen und zum Schutz der kleinen Gruppen in Aktion treten.

 

 

von Richard Schutty, vom 27.03.2006